Dr. med. Daniela Wieners / Dr. med. Peter S. Pantlen
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Die häufigsten bösartigen Hautveränderungen sind das Basaliom (heller Hautkrebs), das Plattenepithelkarzinom (weißer Hautkrebs) und das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs). Die Behandlung dieser Hautkrebsformen kann in der Regel ebenfalls ambulant und in örtlicher Betäubung erfolgen. Nur bei ausgeprägten Befunden ist eine Operation in Narkose und unter stationären Bedingungen im Krankenhaus erforderlich.

Basaliom (heller Hautkrebs):
Das Basaliom, auch heller Hautkrebs genannt, wächst örtlich begrenzt und zerstört die Hautstruktur. Es wird auch als „halbbösariger Krebs“ bezeichnet, da es nur sehr selten Tochtergeschwulste setzt, eine Streuung in andere Organe oder Gewebe passiert also fast nie. Der Tumor wächst sehr langsam, häufig über Monate und Jahre und kann dann zu größeren Defekten führen. Typischer Weise tritt er im Gesicht und an den sonnenexponierten Stellen der Haut auf, da die Sonneneinstrahlung bei seiner Entstehung eine wichtige Rolle spielt. Die Erscheinungsform dieser Tumoren ist sehr vielfältig, in der Regel bilden sich Knoten, die typischer Weise mit kleinen Adern durchzogen sind. Im Laufe der Zeit kann es auch zu blutenden Wunden kommen. Die Therapie ist nach Diagnosesicherung die radikale Entfernung mit einem kleinen Sicherheitsabstand, um ein Nachwachsen zu verhindern. Bei kleinen Tumoren kann der Defekt in der Regel sofort verschlossen werden, bei größeren Befunden sind zum Teil aufwendige Rekonstruktionen durch Hautverschiebelappen oder Hautverpflanzungen erforderlich.
 
Plattenepithelkarzinom (Spinaliom oder weißer Hautkrebs)
Das Plattenepithelkarzinom entsteht durch chronische Hautschäden, vor allem bei älteren, hellhäutigen Menschen, die vermehrt der UVB-Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Weil sich das Spinaliom oberflächlich auf der Haut und auch Schleimhaut befindet, können diese Tumoren früh bemerkt und behandelt werden. Der Übergang von einer Vorschädigung (z. B. aktinischen Keratose) in einen Hautkrebs vollzieht sich jedoch häufig unbemerkt. Spinaliome können sehr unterschiedlich aussehen und sind in der Lage Tochtergeschwulste (Metastasen) zu bilden. Diese manifestieren sich meinstens zunächst in den Lymphknoten, so dass eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung erforderlich ist. Die Therapie der Plattenepithelkarzinome beinhaltet in erster Linie die Operation mit einem größeren Sicherheitsabstand (ca. 0,5 – 1cm) und die sofortige Rekonstruktion. Bei Befall der Lymphknoten muss eine zusätzliche Ausräumung der befallenen Lymphknotenstation erfolgen.

Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs)
Das maligne Melanom ist ein hochgradig bösartiger Tumor, der schnell Metastasen in anderen Organen bildet. Er geht von den Melanozyten (Pigmentzellen) der Haut aus und fast 50% aller Melanome entwickeln sich aus pigmentierten Muttermalen. Melanome können aber auch spontan auf völlig unauffälliger Haut entstehen. Die Behandlung des Melanoms ist sehr komplex und abhängig vom Stadium und Typ des Melanoms. Grundsätzlich gilt bei der Verdachtsdiagnose die sofortige komplette Entfernung des Tumors (KEINE Probeentnahme). Dies erfolgt in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung. Nach feingeweblicher Untersuchung (Histologie) erfolgt anhand des entfernten Gewebes die Stadieneinteilung und daraus resultierend weitere chirurgische und auch medikamentöse Maßnahmen. Die weiterführende Behandlung sollte in einem Hauttumorzentrum erfolgen, da sie sehr komplex ist.

Mitgliedschaft:
Deutsche Gesellschaft der
Plastischen, Rekonstruktiven und
Ästhetischen Chirurgen


Deutsche Gesellschaft für
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde,
Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.


Kooperation:
Holmes Place, Health Clubs
Gendarmenmarkt